Wie oft bei kriegerischen Konflikten nutzen skrupellose Hacker auch die aktuelle Eskalation des Gaza-Konflikts, um Malwarekampagnen durchzuführen. Ziel ist das Stehlen von Geld oder das Erbeuten persönlicher Informationen.
Die Bitdefender-Labs registrierten erste Spam-Kampagnen mit Bezug zu den Kriegsereignissen am 13. Oktober. Diese hatten offenbar Erfolg: Eine Adresse eines Kryptowallets, welche die digitalen Betrüger angaben, verzeichnete seit dem 11. Oktober bereits sechs Transaktionen in einem Wert von 100 US-Dollar. Sechs Prozent der von den Bitdefender Labs ermittelten Zieladressen waren IP-Adressen in Deutschland.
Hacker beobachten das Weltgeschehen und starten ihre Trittbrettfahreraktionen mit den ersten Nachrichten. Dieses auch vom Ausbruch des Ukraine-Krieges bekannte Muster wiederholt sich. Auch in der aktuellen Situation locken die Angreifer ihre Opfer mit vermeintlichen Spendenaufrufen oder Hilferufen israelischer oder palästinensischer Opfer in die Falle.
27 Prozent der Adressaten der Spam-Mails waren Inboxen in Russland, gefolgt von Ländern wie Schweden, Rumänien, Iran und Indien. Aber auch in westliche Industrieländer wie die USA, Japan, Deutschland oder Großbritannien verschicken die digitalen Betrüger ihre Mails.
Bitdefender erwartet weitere ähnliche Kampagnen. Nutzer können nichts anderes tun, als gerade bei Mails von Unbekannten, mit denen die Absender Geld erbeten oder persönliche Informationen abfragen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Seriöse und bekannte Spendenorganisationen sollten die einzige Anlaufstelle für Menschen sein, die helfen wollen.
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