Rechenzentrums-Betreiber stehen vor einer großen Herausforderung, der immens gestiegenen Rechenleistung durch eine neue Technologie. Sie heißt KI – und ist gleichzeitig der Schlüssel zur Lösung. Wie Schneider Electric das meint, erklärt Thierry Chamayou, VP Cloud & Service Providers bei Schneider Electric.
Thierry Chamayou, VP Cloud & Service Providers bei Schneider Electric:
„Die Rechenzentrumsbranche steht an einem Wendepunkt. Der rasante Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz treibt den Bedarf an Rechenleistung massiv in die Höhe. Doch während KI enorme Ressourcen beansprucht, bietet sie gleichzeitig innovative Möglichkeiten, um Rechenzentren effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Die Herausforderung besteht darin, diese Entwicklung verantwortungsbewusst zu steuern: Wir müssen die Kapazitäten ausbauen und gleichzeitig Umwelt- und Energieaspekte in den Mittelpunkt rücken.
Ein zentraler Faktor ist dabei die Energieversorgung. Rechenzentren sind in hohem Maße von einer stabilen und nachhaltigen Stromquelle abhängig. Der wachsende Strombedarf erfordert nicht nur eine effizientere Nutzung bestehender Ressourcen, sondern auch neue Wege, um den Energieverbrauch zu senken. Smarte Steuerungssysteme, optimierte Kühltechnologien und eine engere Verzahnung mit erneuerbaren Energien sind entscheidende Hebel, um die Effizienz zu steigern und die Umweltbelastung zu reduzieren.
Neben technischen Innovationen spielt die Nutzung bestehender Infrastruktur eine wesentliche Rolle. In vielen Regionen wird es zunehmend schwierig, neue Rechenzentren zu bauen – sei es aus Platzgründen, aufgrund regulatorischer Anforderungen oder wegen begrenzter Netzkapazitäten. Deshalb gewinnt das Retrofit bestehender Rechenzentren an Bedeutung. Bestehende Anlagen können modernisiert und an die Anforderungen von KI-Workloads angepasst werden, ohne dass neue Flächen versiegelt oder zusätzliche Energieanschlüsse geschaffen werden müssen.
Die Zukunft der Rechenzentren wird von zwei Faktoren geprägt: der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und der dringenden Notwendigkeit, nachhaltige Lösungen zu finden. Diese beiden Aspekte sind keine Gegensätze – im Gegenteil, sie ergänzen sich. Durch intelligente Prozesse, ressourcenschonende Technologien und die gezielte Modernisierung bestehender Infrastrukturen können wir den steigenden Bedarf an Rechenleistung decken und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck der Branche minimieren. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um diese Transformation aktiv zu gestalten.“