Roundtable am 16. Juni 2026
Cyberangriffe werden schneller, professioneller und schwerer erkennbar. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen mit gewachsenen Security-Landschaften, fehlender Transparenz und steigenden regulatorischen Anforderungen wie NIS2. Die Folge: hohe Komplexität, langsame Reaktionszeiten und Unsicherheit bei strategischen Security-Entscheidungen
Löschung droht
Wer eine .de-Domain besitzt, könnte demnächst eine E-Mail mit der Aufforderung zur Datenverifizierung im Postfach finden. Der Zeitpunkt ist jedoch etwas unglücklich gewählt.
Claudia Plattner
Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung zieht BSI-Präsidentin Claudia Plattner eine Zwischenbilanz. Im Mittelpunkt stehen ein nationales Schutzprojekt, zwei neue Cybersicherheitsgesetze und der Anspruch auf mehr digitale Souveränität.
Erfüllung von NIS2-Anforderungen
Nach mehrfachem Aufschub wurde die europäische NIS2-Richtlinie am 5. Dezember 2025 ins deutsche Recht übernommen und ist damit jetzt in Kraft. Öffentliche und private Einrichtungen in kritischen Sektoren soll sie widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe machen.
Cyberresilienz
Unternehmen sollten NIS2 als Chance begreifen, Cybersicherheit nicht nur compliant, sondern operativ resilient aufzustellen. Gemeinsame Taxonomien, Meldewege und Kontrollen, die jetzt aufgebaut werden, tragen auch die Anforderungen anderer Regulierungen.
Compliance wird zur Chefsache
Die Anforderungen an die IT-Sicherheit und digitale Resilienz in Europa haben mit der DORA-Verordnung und der NIS-2-Richtlinie eine vollkommen neue Dimension erreicht. Vor allem Banken, Versicherungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen sind gewissem Handlungsdruck ausgesetzt.
Sicherheit wird Führungsaufgabe
Cyberangriffe gelten in vielen Unternehmen noch immer als technisches Problem der IT. Die NIS2‑Richtlinie der EU beendet diese Sichtweise endgültig. Sie macht IT‑Sicherheit zu einer Führungsaufgabe und verlagert Verantwortung ausdrücklich in die Geschäftsführung.
Risiken brauchen klare Zuständigkeit
Die regulatorischen Anforderungen an die IT-Sicherheit haben sich in Europa spürbar verschärft. Mit der NIS-2-Richtlinie und dem Digital Operational Resilience Act (DORA) rückt vor allem ein Aspekt in den Mittelpunkt, der lange unterschätzt wurde: Die Verantwortung endet nicht bei der IT-Abteilung − sie liegt bei der Geschäftsleitung.
Erfolgreich umsetzen
Die NIS2-Richtlinie verschärft die Anforderungen an die Cybersicherheit in kritischen Infrastrukturen – und das aus gutem Grund.
Strategischer Bestandteil moderner Produktion