Identity and Access Management (IAM)

Zero Trust und Least Privilege: Eckpfeiler moderner IT-Sicherheit

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Die heutige IT-Landschaft wird durch Cloud-Technologien und maschinelle Identitäten zunehmend komplex. Traditionelle Sicherheitsmodelle reichen nicht mehr aus, um einen effektiven Schutz gegen identitätsbezogene Cyberbedrohungen zu gewährleisten. Zero Trust und Least Privilege bieten hier die nötige Abhilfe.

Die fortschreitende Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von Cloud-Technologien haben die IT-Landschaft grundlegend verändert. Neben menschlichen Akteuren prägen immer mehr maschinelle Identitäten – etwa Anwendungen, APIs oder IoT-Geräte die digitale Landschaft. Gleichzeitig nehmen identitätsbezogene Cyberangriffe zu: Unsichere Anmeldedaten, übermäßige Berechtigungen und unzureichend gesicherte Maschinenzugriffe bieten Angriffspunkte für Cyberkriminelle. Veraltete Sicherheitsstrategien sind auf solche Entwicklungen nicht ausgelegt und reichen längst nicht mehr aus, um sich effektiv gegen sie zu schützen.

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Zero Trust und Least Privilege bieten hier entscheidende Lösungsansätze. Sie setzen auf eine konsequente Identitätsüberprüfung und die Minimierung von Zugriffsrechten, um unbefugten Zugriff zu verhindern und moderne IT-Infrastrukturen nachhaltig zu schützen.

Zero Trust: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

In einer IT-Welt ohne klare Netzwerkgrenzen reicht es nicht mehr aus, bestimmten Nutzern oder Systemen blind zu vertrauen. Zugriffe erfolgen von überall, Identitäten – ob menschlich oder maschinell – agieren in hochgradig vernetzten Umgebungen, und Bedrohungen entstehen oft innerhalb des eigenen Netzwerks. Herkömmliche Sicherheitsmodelle, die interne Ressourcen als grundsätzlich vertrauenswürdig einstufen, sind diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Für Unternehmen ist es daher entscheidend, auf Zero Trust zu setzen.

Der Zero-Trust-Ansatz basiert auf der Annahme, dass kein Nutzer oder System innerhalb oder außerhalb des Netzwerks automatisch vertrauenswürdig ist. Jeder Zugriff wird unabhängig von der Herkunft überprüft. Das erfordert eine kontinuierliche Authentifizierung und Autorisierung, unterstützt durch fortschrittliche Identitätsdienste. Indem Unternehmen eine mehrschichtige Verteidigungsstrategie implementieren, stellen sie sicher, dass ein Angriff selbst dann abgewehrt wird, wenn eine Sicherheitsmaßnahme versagt. Dabei können präventive, detektive und abschwächende Schutzmaßnahmen kombiniert werden, die sich gegenseitig ergänzen.

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So können zum Beispiel Sicherheitskontrollen für den ersten Zugriff eingesetzt werden, während intelligente Authentifizierungslösungen wie die Multifaktor-Authentifizierung (MFA) verdächtige Anmeldeversuche in Echtzeit erkennen und zusätzliche Verifizierungen anfordern.

Least Privilege: Minimierung von Zugriffsrechten

Das Least-Privilege-Prinzip zielt darauf ab, Benutzern und Systemen nur die minimal notwendigen Zugriffsrechte zu gewähren. Durch den Einsatz von Privileged Access Management (PAM)-Lösungen lassen sich diese Berechtigungen genau steuern und für Nutzer und Maschinen so festlegen, dass sie nur auf die Ressourcen zugreifen können, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Anstelle von weitreichenden, dauerhaften Berechtigungen erhalten Nutzer begrenzten Zugriff und setzen auf Just-in-Time- und Just-Enough-Privilege-Erhöhungen für einen limitierten Zeitraum. Das reduziert das Risiko von Missbrauch und unautorisiertem Zugriff erheblich.

Eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung des Least-Privilege-Prinzips ist das Identifizieren und Reduzieren von übermäßigen Berechtigungen. Viele Unternehmen kämpfen nach wie vor mit dem sogenannten „Privilege Creep“-Problem. Dabei sammeln Mitarbeitende im Laufe der Zeit immer mehr Zugriffsrechte an, die sie für ihre tägliche Arbeit gar nicht benötigen. Diese unkontrollierten Privilegien sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da sie potenziellen Angreifern weitreichende Möglichkeiten bieten, sich unbemerkt durch Systeme zu bewegen. Ein effektives Identitätsmanagement muss deshalb nicht nur Berechtigungen vergeben, sondern auch regelmäßig überprüfen und anpassen.

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IAM: Fundament der sicheren Zugriffskontrolle

Identity and Access Management (IAM) ist eine essentielle Grundlage für die Umsetzung von Zero Trust und Least Privilege. Es stellt sicher, dass die Identitäten aller Nutzer und Maschinen, die auf IT-Ressourcen zugreifen möchten, ordnungsgemäß verwaltet und authentifiziert werden. Ein leistungsfähiges IAM-System ermöglicht die zentrale Steuerung der Authentifizierung, Autorisierung und Auditierung von Identitäten. Es vergibt nicht nur Berechtigungen und verwaltet Anmeldeinformationen, sondern überprüft auch kontinuierlich, ob die Identitäten stets sicher und auf dem neuesten Stand sind.

Darüber hinaus spielt IAM eine entscheidende Rolle bei der Überwachung von Aktivitäten und Anomalien. Es ermöglicht die Kontrolle und Protokollierung aller Zugriffsversuche in Echtzeit, sodass Unternehmen potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennen und sofort reagieren können. Dabei setzt IAM beispielsweise auf Behavioral Analytics, um ungewöhnliche Muster im Benutzerverhalten zu erkennen und Alarm zu schlagen, bevor Schaden entsteht.
Zudem passt ein fortschrittliches IAM-System die Authentifizierung und den Zugang dynamisch an. Dabei nutzt es adaptive Authentifizierung und Contextual Access Control, um den Zugriff auf Ressourcen nicht nur statisch, sondern auch je nach Risikokontext zu steuern. So wird das Risiko unautorisierter Zugriffe und Missbrauchs weiter verringert.

Fazit

In der heutigen komplexen IT-Landschaft reichen traditionelle Sicherheitsmodelle nicht mehr aus, um sich vor identitätsbezogenen Angriffen zu schützen. Zero Trust und Least Privilege stellen effektive Ansätze dar, um unbefugten Zugriff zu verhindern und die IT-Infrastruktur zu schützen. Während Zero Trust auf kontinuierliche Identitätsüberprüfung setzt, beschränkt Least Privilege den Zugriff auf das notwendige Minimum. Ein starkes IAM-System bildet dabei die Grundlage, indem es Authentifizierung, Autorisierung und Überwachung zentral steuert und dynamisch anpasst. So sorgen Unternehmen für einen nachhaltigen und ganzheitlichen Schutz ihrer IT-Systeme.

Andreas

Müller

Vice President Enterprise Sales Central and Eastern Europe

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