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Cloud Hosting: Drei kritische Faktoren bei der Anbieterwahl

Cloud Computing

Performance, Skalierbarkeit und Kosten: Darauf achten Unternehmen bei der Auswahl eines Cloud Hosting-Anbieters fast immer. Andere Aspekte geraten da leicht aus dem Blickfeld, obwohl sie erfolgsentscheidend sein können. Wir stellen drei dieser oftmals unterschätzten Auswahlkriterien vor und sagen, worauf es ankommt.

Cloud-basierte IT-Infrastruktur entwickelt sich zum neuen Normal. Zu dieser Einschätzung kommt der Bitkom Cloud Report 2024. Demnach setzen 81 Prozent der Unternehmen in Deutschland bereits auf Cloud Computing. Der Trend geht von sporadisch zu primär. So stehen Cloud-Lösungen schon jetzt bei 4 von 10 Betrieben im Vordergrund. Ab 2028, so die Umfrage-basierte Bitkom-Prognose, wird die geschäftliche IT-Infrastruktur hierzulande Cloud-dominiert sein.

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Den Fokus bei der Auswahl weiten

Daher steht bei IT-Verantwortlichen die Suche nach geeigneten Cloud Hosting-Anbietern weit oben auf der Agenda. Die Auswahlkriterien hängen meist mit den Gründen für den Wechsel in die Cloud ab. Priorität haben laut Bitkom Cloud Report 2024 Ziele wie Kostenreduktion, die Umstellung auf Plattform-Lösungen und SaaS-Anwendungen (Software as a Service) sowie die weitere Digitalisierung interner Prozesse. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Datensicherheit oder zertifizierte Qualität und Transparenz stehen weniger im Fokus und werden oft nur sekundär betrachtet. Dabei lohnt sich das genaue Hinsehen, denn auch diese Kriterien können am Ende über den Erfolg oder Misserfolg einer Cloud-Transformation entscheiden.

Nachhaltigkeit: vom Trend zum Muss

Der Betrieb von Cloud-Rechenzentren ist energieintensiv. Hierzulande kletterte der Gesamt-Energiebedarf im vergangenen Jahr auf 20 Milliarden kWh (vgl. Grafik). Zum Vergleich: Die deutsche Hauptstadt kam zuletzt auf einen Jahresstromverbrauch von 12,2 Milliarden kWh. Und der Energiehunger von Datacentern wird, getrieben durch mehr KI-Anwendungen, in den kommenden Jahren stark anwachsen. Offizielle Schätzungen prognostizieren einen Anstieg auf bis zu 88 Milliarden kWh im Jahr 2045.

cloud bitkom


Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass die Energieeffizienz von Rechenzentren in den Fokus des Gesetzgebers gerückt ist. Privatwirtschaftlich betriebene Rechenzentren mit Nennleistungen über 1.000 kWh fallen seit 2023 unter das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Dieses schreibt Betreibern – abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme eines Datacenters – die Umsetzung strenger Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen vor. Welche Relevanz dies für Unternehmen bei der Auswahl ihres Cloud-Anbieters hat? Erhebliche, denn wer einen Betreiber mit noch nicht EnEfG-konformer Infrastruktur wählt, muss mit steigenden Kosten rechnen. Um die Vorgaben zu erfüllen wird der Anbieter früher oder später in neue Technologien, energieeffiziente Hardware und klimafreundliche Energie investieren müssen und diese Kosten, zumindest teilweise, auf die Kunden umlegen.

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Hinzu kommt, dass die meisten Unternehmen in puncto Klimaschutz und Energieeffizienz selbst strenge Vorgaben erfüllen müssen: auch im Hinblick auf die Wahl ihrer Zulieferer und Dienstleistungspartner. Stichworte sind das Lieferkettengesetz und die ESG-Berichtspflicht. Umso mehr gilt: Der Nachhaltigkeitsaspekt sollte bei der Anbieterauswahl eine zentrale Rolle spielen – zumal sich das damit gezeigte Verantwortungsbewusstsein positiv auf das eigene Markenimage auswirkt.

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Datensicherheit? Made in Germany!

Wer für seine Private Cloud das Rechenzentrum eines Hosting-Anbieters wählt, entscheidet sich meist auch aus Gründen der Datensicherheit dafür. Denn ein 24/7-Cloud-Monitoring, modernste Identifizierungs- und Verschlüsselungsmethoden sowie eine jederzeit effektive Cybersecurity rechnen sich intern erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße. Der Gesetzgeber nimmt darauf jedoch keine Rücksicht, speziell wenn es um den Schutz und die Sicherheit sensibler Kundendaten geht. In diesem Punkt müssen Unternehmen fast jeder Größe höchste Anforderungen erfüllen – erst recht in Zeiten zunehmender Hackerangriffe.

Das Outsourcing der Sicherheitsfragen kann ein attraktiver und probater Weg sein – vorausgesetzt, die gewählten Hosting-Anbieter erfüllen sämtliche Cyber- und Datenschutzanforderungen auch tatsächlich. Dies ist keineswegs immer der Fall. Beispiel Datenschutz-Grundverordnung: Die in der DSGVO fixierten Regelungen gelten zwar europaweit, jedoch nicht zwingend auch für hier tätige US-Anbieter. Denn unabhängig vom Standort der Server können amerikanische Behörden und Geheimdienste bei Bedarf auf die von diesen gespeicherten personenbezogenen Daten zugreifen, sofern es sich um Daten von Nicht-US-Bürgern handelt. Dafür sorgt die aktuelle US-Rechtsprechung mit dem „Patriot Act“ und dem „Cloud Act“.

Unternehmen sollten hierzulande daher konsequent auf Hosting-Anbieter setzen, die für Datensicherheit „made in Germany“ oder „Europe“ stehen.

Folgende Fragen können bei der Anbieter-Auswahl helfen:

  • Hat der Anbieter Konzernverflechtungen in unsichere Länder oder Regionen?
  • Durch wen werden die Daten wo und wie gespeichert und verarbeitet?
  • Sind Dritte an der Leistungserbringung beteiligt?
  • Wer hat auf welcher Rechtsgrundlage Zugriff auf die Daten?

Zertifizierte Qualität und Transparenz

Die gute Nachricht: Professionelle Cloud Hosting-Anbieter belegen die Qualität ihrer Rechenzentren und die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards in der Regel durch Zertifikate. Maßgeblich sind eine Zertifizierung gemäß ISO 27001 sowie nach DIN EN 50600 – der Europanorm für Einrichtungen und Infrastrukturen von Rechenzentren.

Transparenz und Sicherheit sollte es vor der Entscheidung für einen Hosting-Anbieter auch im Hinblick auf den Leistungsumfang geben. Die Leitfrage bei der Anbieter-Auswahl lautet diesbezüglich: Ist die Compliance vertraglich abgesichert und lassen sich individuelle Compliance-Anforderungen und Service Level Agreements (SLA) festlegen? Lautet die Antwort „Ja – und in gewünschter Weise“, steht einer Zusammenarbeit in diesem Punkt nichts mehr im Wege.

Grünes Licht in jeder Hinsicht: mit dem Rechenzentrum München Ost

Bleibt die Frage, ob es Rechenzentren gibt, die alle hier beschriebenen Kriterien erfüllen und gleichermaßen bei Performance, Skalierbarkeit, Kosten und Verfügbarkeit überzeugen? Die Antwort lautet: Ja, es gibt sie. Das Rechenzentrum München Ost der Noris Network AG ist ein Beispiel dafür. Es gehört zu den zehn größten und modernsten in Deutschland.

Die Highlights des Rechenzentrums:

  • Nachhaltigkeit: Energieeffiziente Bauweise und die Nutzung von 100 % Grünstrom reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
  • Datenhaltung in Deutschland: Höchste Datensicherheit durch Betrieb und Datenhaltung in Deutschland mit zertifiziertem Personal.
  • Qualitäts- und Sicherheitsstandards: Zertifiziert nach ISO 27001 und DIN EN 50600 mit mehrstufigem Zugangsschutz und 24/7-Überwachung.
  • Redundanz und Ausfallsicherheit: Hochverfügbare Infrastruktur mit mehrfacher Stromversorgung und Netzwerkredundanz.

Das erklärt, warum ACP als führender Cloud Service-Partner in Deutschland und Österreich seinen Unternehmenskunden die ACP Cloud zusammen mit dem Rechenzentrum München Ost anbietet. So arbeiten Kunden und Anwender sicher und performant in der Cloud und sind für die Zukunft bestens gerüstet.

(lb/ACP)

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